Impfling
Der Impfling
Der Impfling war ursprünglich einer, dem der Inhalt einer Kuhpockenblase eingeimpft wurde, um ihn so vor den Menschenpocken zu schützen.
Das Wort 'Impfen' kommt eigentlich aus dem Obstbau, wo man kleine Äste mit edlen Obstsorten auf einen nicht so edlen, dafür jedoch robusten Stamm 'impfte'. Den edlen, aber nicht so widerstandsfähigen Ast, den man auf den robusten Stamm 'pfropfte' (=impfte) nannte man den Impfling. Das Ziel war und ist, möglichst viele Früchte dieser edlen, eingeimpften Sorten zu bekommen.
Erst später wurde der Begriff Impfen und Impfung auf den Menschen übertragen, indem man verschiedene Bakterien- und Erregersorten in den mehr oder weniger robusten Menschen 'pfropfte'. Das Ziel hier war das Gegenteilige von dem im Obstbau, hier impfte man, um ihn vor den 'Früchten' dieser eingeimpften Erregersorten, den Krankheiten, zu schützen. Fraglich bleibt, ob das Einpfropfen von Erregerbestandteilen zu einer Veredelung des menschlichen Immunsystems beiträgt oder auch hier das Gegenteil der Fall ist.
Auf jeden Fall hat der Mensch nach der Impfung diese Erregerteile in sich, die ihn vor ihren eigenen Früchten, den durch sie ausgelösten Krankheiten, schützen sollen.
Von der Logik eines Obstbauern her müsste es jedoch so sein, dass gerade diese eingeimpften Erregerteile einen mit der entsprechenden Krankheit in Verbindung bringen.
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